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Ziele

Sämtliche Aktivitäten des Energie Center Lipizzanerheimat sind darauf ausgerichtet,

– den Einsatz von erneuerbaren Energieträgern in der Region zu forcieren,

– den Energieverbrauch in der Region nachhaltig zu senken bzw. die Energieeffizienz nachhaltig zu erhöhen und

– die Aktivitäten der regionalen KMU entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu bündeln, zu stärken, sowie Arbeitsplätze der Region zu sichern und auszubauen.

Daraus ergibt sich für die jeweiligen Institutionen der Region (Haushalte, Betriebe, Gemeinden) sowohl ein direkter als auch ein indirekter Nutzen.

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Erneuerbare Energie

Umstellung auf 50 % heimische, nachwachsende Energieträger (analog Güssing Stand 2008):

Durch die Umstellung von überwiegend fossilen Brennstoffen auf heimische, erneuerbare Energieträger kann – unter der Annahme von gleichen Ausgangsbedingungen wie im Bezirk Güssing – eine heimische Wertschöpfung in der Höhe von ca. 80 Millionen Euro jährlich erreicht werden.

Notwendige Investitionen zur Erreichung dieser 50 %igen Umstellung auf Erneuerbare Energieträger:
Erfahrungsgemäß liegen die Umrüstkosten etwa zwischen 200 und 400 Euro je MWh, wobei Nebenkosten (bauliche Adaptionen, Installationen etc.) etwa 50 bis 70 % der Gesamtkosten betragen und folglich eine Investitionssumme von 180 Millionen Euro auslösen. Umgelegt auf eine Umsetzungsperiode von circa 15 Jahren ergeben sich daraus jährliche wiederkehrende Investitionen in der Höhe von circa 10 – 12 Millionen Euro.

Je nach Technologie kommen diese Investitionen –- zumindest die Nebenkosten ‑ überwiegend den Betrieben der Region zugute, verbleiben aber zumindest in der Steiermark oder in Österreich.

Energie Center

Energieeffizienz

Augenscheinlich ist der direkte Nutzen bei den durch das Energie Center Lipizzanerheimat initiierten und begleiteten Projekten zur Energieeinsparung, wie zum Beispiel die thermische Sanierung einer Gebäudehülle.

Unmittelbarer Effekt ist die Reduktion der Energiekosten, in diesem Fall der Heizkosten, für die betreute Institution.

Ebenso führt zum Beispiel eine Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare Energieträger wie Hackschnitzel bei den derzeitigen fossilen Brennstoffkosten zu direkten Auswirkungen.
Unmittelbarer Effekt ist eine Reduktion der Wärmegestehungskosten.

Gleichzeitig entsteht durch die lokale Brennstoffbereitstellung ein regionaler Wertschöpfungseffekt.

Darüber hinaus könnte durch die angestrebte ganzheitliche Betrachtung im Zuge dieser Umstellung der Wärmeversorgung noch weitere Einspar-potentiale aufgezeigt werden: solare Brauchwassererwärmung, Einsatz energiesparender Umwälzpumpen, optimierte Auslegung des Hydraulikkreises oder der Steuerungssoftware, etc.

Zusätzlich zu den Wärmegestehungskosten können daher in vielen Fällen auch andere Energiekosten weiter reduziert werden.

Aufgrund der Zielsetzung des Energie Center Lipizzanerheimat sind die Nutznießer überwiegend die KMU sowie die Körperschaften der Region.

Sanfte Mobilität

Mobilität

Das gegenständliche Projekt trägt durch die Erstellung eines Umsetzungskonzepts für die Implementierung von nachhaltigen Mobilitätslösungen und den begleitenden Vernetzungs- und Bewusstseinsbildungsmaßnahmen zu einem Paradigmenwechsel im Verkehrsverhalten der Bevölkerung bei. Um die gewünschte Trendwende herbeizuführen wird die Bevölkerung motiviert ihr Verkehrsverhalten zu ändern. Dies geschieht durch Projekte mit Jugendlichen in Schulen, die regionale Präsentation des Angebots an E-Mobilitätslösungen, Herstellung von Synergien zwischen Öffentlichem – und Elektroverkehr, die Integration von E-Fahrzeugen in das touristische Angebot der Region, Kooperationen mit Gemeinden, öffentlichen Institutionen und Betrieben sowie die Intention das Umsetzungskonzept in das Regionale Verkehrskonzept, das vom Land Steiermark erstellt wird, einzubinden.

 

In einem Pilotversuch hat die Bevölkerung darüber hinaus die Möglichkeit E-Fahrzeuge kennen zu lernen.

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Geschichte

2002  Die Stadtgemeinde Bärnbach initiiert gemeinsam mit der Firma BINDER Feuerungstechnik für Biomasse und verschiedenen Interessensgruppen die Idee des Bio-Energie Centers BEZ; erstes Konzept entsteht.

2003 Eine Machbarkeitsstudie wird in Auftrag gegeben. Die Weizer-Energie-Innovations-Zentrum GmbH W.E.I.Z. unter Leitung von DI Franz Kern beschäftigt sich in Zusammenarbeit mit den Akteuren der Region mit Aufgabenschwerpunkten, möglichen Organisationsformen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und kommt zu dem Schluss, dass das Bio-Energie Center in der vorgestellten Form wirtschaftlich zu führen ist und sich nach der Einführungsphase selbst tragen kann.

2006  Das Bio-Energie Center wird in der Region vorgestellt. Verschiedene Institutionen und Entscheidungsträger unterstützen das Projektvorhaben.

2007  Der steirische Landtag beschließt in einem 4-Parteien-Übereinkommen, die Initiative eines Bio-Energie Centers in der Region zu unterstützen.

Herbst 2007 Die Leader-Dachstrategie wird um das Thema Energie erweitert.

Anfang 2008 Die Lokale Aktionsgruppe Weststeiermark-Lipizzanerheimat des Leader-Programms nimmt das Bio-Energie Center als Leitprojekt auf.

März 2008   Der Landesenergiebeauftragte Steiermark beauftragt und finanziert eine Studie „Potentialanalyse Integriertes regionales Energiekonzept Voitsberg/Bärnbach – Weiz/Gleisdorf“, welche die Aufgabenschwerpunkte und den Sinn eines Energie Centers bestätigt.

Mai 2008  Nach der Präsentation bei der Abt. 16, Landesbaudirektion, beschließt der Vorstand der LAG Lipizzanerheimat, das Energie Center Lipizzanerheimat als Energieleitprojekt der Region bei den zuständigen Gremien des Landes einzureichen.

Juni 2008 In Besprechungen mit der LAG Energieregion Weiz/Gleisdorf wird vereinbart, eng mit den bestehenden Institutionen zu kooperieren, um Vorprojekte und vorhandenes Know-how einfließen zu lassen. In weiterer Folge wird die Region Weiz/Gleisdorf ein eigenes multifunktionales Energie Center realisieren und eng mit dem Energie Center Lipizzanerheimat zusammenarbeiten.

Juni 2008 Die fünf Bürgermeister der Region Voitsberg-Köflach-Rosental-Bärnbach-Maria Lankowitz beschließen einstimmig in der Generalversammlung der Kernraumallianz, das Energie Center Lipizzanerheimat in jeder Hinsicht zu unterstützen.

Juni 2008 Das Konzept des Energie Center Lipizzanerheimat wird im Telepark Bärnbach der Öffentlichkeit und den Medien präsentiert.

Juli 2008 Gemeinsam mit der Abteilung A 16 der Stmk. Landesregierung wird das Projekt dem Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit Min.Rat Mag. Janik vorgestellt

August 2008 Anregungen vom BMfWuA werden eingearbeitet

August 2008 Information an Landesrat Dr. Christian Buchmann

September 2008 Offizielle Einreichung (Land Steiermark A16 und an BMfWuA)

Dezember 2009  Errichtung der Gesellschaft

Jänner       2009        Beginn der Tätigkeiten des EC Energie Centers Lipizzanerheimat